Blin­den­mar­kie­rung / Tak­ti­le Markierung

Blin­den­mar­kie­run­gen hel­fen bei der Orientierung

Blin­de und Seh­be­hin­der­te Men­schen haben es im All­tag beson­ders schwer. Gera­de im öffent­li­chen Raum sind sie auf Hil­fe ange­wie­sen. Die­se Hil­fe muss nicht unbe­dingt von ande­ren Men­schen kom­men, denn vie­le Men­schen mit Seh­be­hin­de­run­gen kön­nen kom­plett selbst­stän­dig ihren All­tag meis­tern. Dank spe­zi­el­ler Ein­rich­tun­gen ist das auch gar kein Pro­blem: Fuß­gän­ger­am­peln geben Signa­le, Geld­au­to­ma­ten sind mit Blin­den­schrift und Kopf­hö­rer­an­schluss ver­se­hen und Mar­kie­run­gen auf dem Boden hel­fen bei der Ori­en­tie­rung.

Tak­ti­le Mar­kie­rung an Fußgängerüberwegen 
Die­se Blin­den­mar­kie­run­gen auf dem Boden, auch tak­ti­le Mar­kie­run­gen genannt, brin­gen wir an. Tak­ti­le Mar­kie­run­gen machen an vie­len Stel­len im öffent­li­chen Raum Sinn. Der wohl bekann­tes­te Ein­satz­ort sind Fuß­gän­ger­über­we­ge. Hier sind sicher­lich jedem schon ein­mal Nop­pen auf dem Boden auf­ge­fal­len, die man sogar durch die Schu­he hin­durch ertas­ten kann. Die­se genopp­ten Flä­chen sind dafür da, die Auf­merk­sam­keit von Seh­be­hin­der­ten vor gefähr­li­chen Stel­len zu erre­gen, also bei Fuß­gän­ger­über­we­gen vor Stra­ßen. Zu die­sen Auf­merk­sam­keits­flä­chen füh­ren Ril­len, die mit dem Blin­den­stock ertas­tet wer­den kön­nen. Durch sol­che Leit­li­ni­en kön­nen Seh­be­hin­der­te und Blin­de auch Fuß­we­ge von Rad­we­gen unter­schei­den, eine opti­sche Tren­nung reicht dort näm­lich nicht aus. Die­se Ril­len wer­den mit spe­zi­el­ler Boden­mar­kie­rungs­far­be ange­bracht und kön­nen daher jeder­zeit nach­träg­lich ergänzt werden. 

Unfäl­le vermeiden

Die­se Ori­en­tie­rungs­hil­fe ist aber nicht nur bei Fuß­gän­ger­über­we­gen wich­tig. Es gibt vie­le Orte wo tak­ti­le Boden­mar­kie­run­gen wich­tig sind um Unfäl­le zu ver­mei­den: Bus­hal­te­stel­lenBahn­hö­fe, U‑Bahnstationen, aber auch öffent­li­che Gebäude.

Tak­ti­le Boden­mar­kie­run­gen an Hal­te­stel­len / Bahnhöfen 

Blin­de und Seh­be­hin­der­te wer­den durch tak­ti­le Boden­mar­kie­run­gen vor Hin­der­nis­sen und Gefah­ren­stel­len gewarnt und kön­nen sich selbst­stän­dig ori­en­tie­ren, ohne stän­dig auf frem­de Hil­fe ange­wie­sen sein zu müs­sen. Ger­ne infor­mie­ren wir sie über die Mög­lich­kei­ten und bera­ten sie bei ihrem Vor­ha­ben, blin­den Men­schen das Leben leich­ter und siche­rer zu machen.